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02.12.2011

Weihnachtsmärkte

 Der nostalgische Weihnachtsmarkt


Dieser Weihnachtsmarkt versteckt sich hinter dem Bebelplatz. Man(n) sollte sich nicht von dem Namen abschrecken lassen. Der Markt ist wenig altertümlich, sondern einfach nur schön. Der Marktcharakter geht verloren, stattdessen reiht sich Häuschen an Häuschen, Straße an Straße. Es entsteht eine einzigartige kleine Weihnachtsstadt. Ein wenig Shoppen kann man dort auch. Warme Mützen, Schals und sogar Schafsfelle erwarten dich. Die Preise sind fair, auch was das Essen angeht! Drei Kartoffelpuffer mit Lachs und Dill für sagenhafte 4,90 Euro und das obwohl sich der "Markt" inmitten des touristischen Treibens befindet. Jedes Leckermaul hat hier die Möglichkeit etwas passendes für sein Leckermäulchen zu finden, von Fast-Food bis Sektbüdchen sozusagen. Nur der Elsaß- Verwöhnte Süddeutsche wird einen Stich im Würstchenherz verspüren. Denn Merguez werden hier nicht auf den Grill gepackt.
Umringt von den schicksten Bauten der Museumsinsel wirst du kurze Zeit vergessen, dass du in dirty Berlin bist. Vor dir reiht sich Wahrzeichen, um Wahrzeichen und du merkst nicht, wie sich das dreckige, laute, unfreundliche Berlin in dein Herz zurückschleicht.







Blick über die Museumsinsel






Der Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt




"Hast du mal nen Euro?". Das ist der Preis, den der Besucher zahlen muss, um einen der schönsten Weihnachtsmärkte Berlins zu erleben. Dieser wird ehrlich geteilt. Einen Teil erhalten die Aussteller und der andere kommt gemeinnützigen Projekten zu Gute. Dein restliches Geld kannst du in einem der beheizten Zelte verprassen. Anders als bei den meisten Weihnachtsmärkten scheint hier die magische Atmosphäre nicht umsonst zu sein. Überteuerte Getränke und Speisen machen Studenten traurig und zur Minderheit. Am Gendarmenmarkt verkehrt ein älteres Publikum. Ein bisschen "Sehen und Gesehen werden" kann man hier auch spielen. Aufgrund der überschaubaren Größe, die der Platz hergibt, kommt es leicht zu Stau im vorweihnachtlichen Treiben. Sofort wird hier der Nicht-Berliner enttarnt! Denn er ist es, der stehen bleibt und die Umgebung, wie den höchsten Tannenbaum der Stadt bewundert. Zu empfehlen sind Gassen, die nicht direkt auf einer der Kathedralen zuführt. Diese wirken noch atemberaubender im Scheinwerferlicht, weshalb die Mittagszeit für Menschenmengen- und Unkoordiniertenhasser die Besuchszeit darstellt. Bei grau-in-grau Tönen in eisiger Kälte ein heißes Kirschbier oder Kaffee mit Schuss zischen und man fühlt sich, wie im Urlaub unter den Dächern der Großstadt.


Wie es nicht anders zu erwarten war- der Zehlendorfer Weihnachtsmarkt ist klein, aber fein.

Auf der Dorfaue, parallel zu Zehlendorfs Hauptschlagader, dem Teltower Damm,  zeigt sich dieses Jahr Zehlendorf von seiner ganz besonders weihnachtlichen Seite. Der erste Zehlendorfer Weihnachtsmarkt wurde bereits am 25. November eröffnet und lädt nach dem anstregenden Weihnachtsgeschenkebeschaffungsstress zum Verweilen ein.

Dieses Jahr lautet das Motto "Zehlendorf on Ice", wie schon angedeutet, bildet das Herz des besinnlichen Marktplatzes, die Eisbahn. Zehlendorf wäre nicht Zehlendorf, wenn es sich bei dieser Eisbahn nicht um eine umweltbewusste Kunsteisbahn handeln würde. Für nur 2,50 Euro darf man hier Kathi Witt imitieren und sein Können auf dem Eis präsentieren. Für genügend Zuschauer ist gesorgt und vielleicht entpuppt sich die ein oder andere Besucherin zur Eisprinzessin.

Besonders niedliche Holzbuden und ein kleines Kinderfahrgeschäft runden das Gesamtangebot ab. Es wird kunstvolles Handwerk angeboten, sicherlich lässt hier das ein oder andere Weihnachtsgeschenk finden. An den süßen Verzehrständen kann sich jede Naschkatze verlieren. Leckere Riesenschlangen, zuckersüße kandierte Weintrauben und Crepes in allen Variationen. Für den Pikanten ist die Bratwurst sehr empfehlenswert, vor allem wird die Thüringer Rostbratwurst von sehr netten Herrschaften überreicht. Glühwein gibt es reichlich und noch vieles mehr an alkoholischen Getränken.

Quengelt der Nachwuchs, dann kann man die lieben Kleinen auf die Eisbahn schicken oder für eine Fahrt in die Miniatureisenbahn setzen. Die Eisenbahn fährt mit viel Töff-Töff und Tut-Tut durch ein sehr schön angerichtetes Krippenspiel.

Der Zehlendorfer Weihnachtsmarkt hat auf 800 Quadratmetern sehr viel zu bieten. Besonders schön ist das romantisch-weihnachtliche Ambiente, welches einen urigen Flair ausstrahlt. Besonders abends, wenn es schon dunkel ist, erstrahlt der Markt in seinem vollen Glanz. Schön beleuchtet, ringsherum die wunderschönen Häuserzeilen des Teltower Damms, die süßen kleinen Tante-Emma-Läden, in denen viele Überraschungen auf einen Käufer warten und beschmückte Laternen und Bäume.

Zehlendorf ist weihnachtlich erleuchtet.

25. November bis 23. Dezember 2011

Öffnungszeiten: täglich von 10.30 Uhr bis 21.00 Uhr, am Freitag und Samstag bis 22.00 Uhr

Dorfaue direkt am Rathaus Zehlendorf

Fahrverbindungen:
mit der S1 bis S-Bahnhof Zehlendorf
mit den Bussen 101, 112, 115, 118, 184, 285, 623, M48 und X10 bis Haltestelle Rathaus Zehlendorf



Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Charlottenburg

Dieser Weihnachtsmarkt ist der einzige, der insgesamt 80 in Berlin, der den Titel "Märchenhaft" wahrlich verdient hat. Platziert direkt vor den Schlosstoren in kleiner aber feiner Ausrichtung. Neben dem Schloss sorgt auch das überdimensional große Krippenspiel für ein schickes Ambiente.




Für die Kleinen gibt es sogar eine Futterkrippe, damit die Stadtkinder auch mal echte Tiere sehen können. Während die Großen sich mit Käse für die abendliche Brotzeit oder mit Gebäck für die Teestunde eindecken können. Ausländische winterliche Spezialitäten sind neben den heimischen auch vertreten, z.B. Glögg aus Schweden. Für diesen Weihnachtsmarkt gilt auch die Besuche in der Mittagszeit zu absolvieren. Kaum bricht die Dämmerung herein, werden pünktlich Touristenladungen vor den Toren ausgekippt! Da haben wirs wieder: Man soll gehen, wenn es am Schönsten ist!

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