Labels

Leben (17) Musik und Film (7) Mode (6) Veranstaltungen (6) Wir (6) Kultur (5) Was Bärlin bewegt (4)
Posts mit dem Label Kultur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kultur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

02.12.2011

Weihnachtsmärkte

 Der nostalgische Weihnachtsmarkt


Dieser Weihnachtsmarkt versteckt sich hinter dem Bebelplatz. Man(n) sollte sich nicht von dem Namen abschrecken lassen. Der Markt ist wenig altertümlich, sondern einfach nur schön. Der Marktcharakter geht verloren, stattdessen reiht sich Häuschen an Häuschen, Straße an Straße. Es entsteht eine einzigartige kleine Weihnachtsstadt. Ein wenig Shoppen kann man dort auch. Warme Mützen, Schals und sogar Schafsfelle erwarten dich. Die Preise sind fair, auch was das Essen angeht! Drei Kartoffelpuffer mit Lachs und Dill für sagenhafte 4,90 Euro und das obwohl sich der "Markt" inmitten des touristischen Treibens befindet. Jedes Leckermaul hat hier die Möglichkeit etwas passendes für sein Leckermäulchen zu finden, von Fast-Food bis Sektbüdchen sozusagen. Nur der Elsaß- Verwöhnte Süddeutsche wird einen Stich im Würstchenherz verspüren. Denn Merguez werden hier nicht auf den Grill gepackt.
Umringt von den schicksten Bauten der Museumsinsel wirst du kurze Zeit vergessen, dass du in dirty Berlin bist. Vor dir reiht sich Wahrzeichen, um Wahrzeichen und du merkst nicht, wie sich das dreckige, laute, unfreundliche Berlin in dein Herz zurückschleicht.







Blick über die Museumsinsel






Der Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt




"Hast du mal nen Euro?". Das ist der Preis, den der Besucher zahlen muss, um einen der schönsten Weihnachtsmärkte Berlins zu erleben. Dieser wird ehrlich geteilt. Einen Teil erhalten die Aussteller und der andere kommt gemeinnützigen Projekten zu Gute. Dein restliches Geld kannst du in einem der beheizten Zelte verprassen. Anders als bei den meisten Weihnachtsmärkten scheint hier die magische Atmosphäre nicht umsonst zu sein. Überteuerte Getränke und Speisen machen Studenten traurig und zur Minderheit. Am Gendarmenmarkt verkehrt ein älteres Publikum. Ein bisschen "Sehen und Gesehen werden" kann man hier auch spielen. Aufgrund der überschaubaren Größe, die der Platz hergibt, kommt es leicht zu Stau im vorweihnachtlichen Treiben. Sofort wird hier der Nicht-Berliner enttarnt! Denn er ist es, der stehen bleibt und die Umgebung, wie den höchsten Tannenbaum der Stadt bewundert. Zu empfehlen sind Gassen, die nicht direkt auf einer der Kathedralen zuführt. Diese wirken noch atemberaubender im Scheinwerferlicht, weshalb die Mittagszeit für Menschenmengen- und Unkoordiniertenhasser die Besuchszeit darstellt. Bei grau-in-grau Tönen in eisiger Kälte ein heißes Kirschbier oder Kaffee mit Schuss zischen und man fühlt sich, wie im Urlaub unter den Dächern der Großstadt.


Wie es nicht anders zu erwarten war- der Zehlendorfer Weihnachtsmarkt ist klein, aber fein.

Auf der Dorfaue, parallel zu Zehlendorfs Hauptschlagader, dem Teltower Damm,  zeigt sich dieses Jahr Zehlendorf von seiner ganz besonders weihnachtlichen Seite. Der erste Zehlendorfer Weihnachtsmarkt wurde bereits am 25. November eröffnet und lädt nach dem anstregenden Weihnachtsgeschenkebeschaffungsstress zum Verweilen ein.

Dieses Jahr lautet das Motto "Zehlendorf on Ice", wie schon angedeutet, bildet das Herz des besinnlichen Marktplatzes, die Eisbahn. Zehlendorf wäre nicht Zehlendorf, wenn es sich bei dieser Eisbahn nicht um eine umweltbewusste Kunsteisbahn handeln würde. Für nur 2,50 Euro darf man hier Kathi Witt imitieren und sein Können auf dem Eis präsentieren. Für genügend Zuschauer ist gesorgt und vielleicht entpuppt sich die ein oder andere Besucherin zur Eisprinzessin.

Besonders niedliche Holzbuden und ein kleines Kinderfahrgeschäft runden das Gesamtangebot ab. Es wird kunstvolles Handwerk angeboten, sicherlich lässt hier das ein oder andere Weihnachtsgeschenk finden. An den süßen Verzehrständen kann sich jede Naschkatze verlieren. Leckere Riesenschlangen, zuckersüße kandierte Weintrauben und Crepes in allen Variationen. Für den Pikanten ist die Bratwurst sehr empfehlenswert, vor allem wird die Thüringer Rostbratwurst von sehr netten Herrschaften überreicht. Glühwein gibt es reichlich und noch vieles mehr an alkoholischen Getränken.

Quengelt der Nachwuchs, dann kann man die lieben Kleinen auf die Eisbahn schicken oder für eine Fahrt in die Miniatureisenbahn setzen. Die Eisenbahn fährt mit viel Töff-Töff und Tut-Tut durch ein sehr schön angerichtetes Krippenspiel.

Der Zehlendorfer Weihnachtsmarkt hat auf 800 Quadratmetern sehr viel zu bieten. Besonders schön ist das romantisch-weihnachtliche Ambiente, welches einen urigen Flair ausstrahlt. Besonders abends, wenn es schon dunkel ist, erstrahlt der Markt in seinem vollen Glanz. Schön beleuchtet, ringsherum die wunderschönen Häuserzeilen des Teltower Damms, die süßen kleinen Tante-Emma-Läden, in denen viele Überraschungen auf einen Käufer warten und beschmückte Laternen und Bäume.

Zehlendorf ist weihnachtlich erleuchtet.

25. November bis 23. Dezember 2011

Öffnungszeiten: täglich von 10.30 Uhr bis 21.00 Uhr, am Freitag und Samstag bis 22.00 Uhr

Dorfaue direkt am Rathaus Zehlendorf

Fahrverbindungen:
mit der S1 bis S-Bahnhof Zehlendorf
mit den Bussen 101, 112, 115, 118, 184, 285, 623, M48 und X10 bis Haltestelle Rathaus Zehlendorf



Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Charlottenburg

Dieser Weihnachtsmarkt ist der einzige, der insgesamt 80 in Berlin, der den Titel "Märchenhaft" wahrlich verdient hat. Platziert direkt vor den Schlosstoren in kleiner aber feiner Ausrichtung. Neben dem Schloss sorgt auch das überdimensional große Krippenspiel für ein schickes Ambiente.




Für die Kleinen gibt es sogar eine Futterkrippe, damit die Stadtkinder auch mal echte Tiere sehen können. Während die Großen sich mit Käse für die abendliche Brotzeit oder mit Gebäck für die Teestunde eindecken können. Ausländische winterliche Spezialitäten sind neben den heimischen auch vertreten, z.B. Glögg aus Schweden. Für diesen Weihnachtsmarkt gilt auch die Besuche in der Mittagszeit zu absolvieren. Kaum bricht die Dämmerung herein, werden pünktlich Touristenladungen vor den Toren ausgekippt! Da haben wirs wieder: Man soll gehen, wenn es am Schönsten ist!

16.11.2011

16.11.

1797
Friedrich Wilhelm III. wird König von Preußen.

1808
Mahmud II. wird neuer Herrscher im Osmanischen Reich.

1866
Die Frankfurter Zeitung und Handelsblatt erscheint erstmalig.

1869
Der Suezkanal wird für den Schiffsverkehr freigegeben.

1915
Auf die Coca-Cola-Flasche wird ein Patent angemeldet.

1940
Die Aberiegelung des Warschauers Ghettos beginnt. Insgesamt werden auf einem Areal von 403 Hektar rund 350.000 Juden eingeschlossen.

1945
Die Verfassung der UNESCO wird von 37 Staaten beschlossen.

1977
Der Tübinger Lehrer Hartmut Gründler verbrennt sich vor der Hamburger Petrikirche. Dies ist seine Art von Protest gegen die Atompolitik.

1988
Benazir Bhutto wird das neue Staatsoberhaupt von Pakistan. Sie ist die erste Frau an der Spitze eines islamischen Staates.

06.11.2011

Zungenbrecher im Fichtendickicht

Zungenbrecher sind bestimmte Wortfolgen, die dem Sprecher im wahrsten Sinne des Wortes die Zunge brechen oder die Zunge verknoten.

Zungebrecher bestehen aus Alliterationen, ähnlichen Silben, schwierigen Satzbau, verwirrenden Wortspielen, kleinen Reimen und benötigen eine gewisse Portion Konzentration. Denn bricht sich der Sprecher bei einem Zungenbrecher die Zunge, dann kann das schwerwiegende Folgen haben.

Der harmlose Zungenbrecher

Der Whiskymixer Willi mixt Whisky im Whiskymixerglas, im Whiskymixerglas mixt Whiskymixer Willi Whisky.

wird bei wenig Konzentration und lahmer Zunge zu einem nicht mehr jugendfreien Satz.

Der Whisky --pieeep-- Willi --pieeep-- Whisky im Whisky --pieeep--glas, im Whisky --pieeep-- glas --pieeep-- Whiskymixer Willi Whisky.

Neben Zungenbrechern, die zur Belustigung aufgesagt werden, eignen sich einige Zungenbrecher besonders gut für Artikulationsübungen.

Frau von Hagen darf ich wagen Sie zu fragen welchen Kragen Sie getragen als Sie lagen, krank am Magen, im Spital zu Kopenhagen, ohne Klagen, ohne Zagen, ohne nur ein Wort zu sagen?

Der Cottbuser Postkutscher putzt den Cottbuser Postkutschkasten und der Potsdamer Postkutscher putzt den Potsdamer Postkutschkasten.

Zungenbrecher über Fichtendickichte sind besonders beliebt. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Zungenbrechern im Fichtendickicht.
Aber wohl eher zur Belustigung!

Dicke Finken picken tüchtig im dichten Fichtendickicht. Im dichten Fichtendickicht picken dicke Finken tüchtig.

Dicke Nichten dichten im dichten Fichtendickicht. Im dichten Fichtendickicht dichten dicke Nichten.

Drei dicke dichte Dichter dichten im dichten Dickicht ein divergentes, dipolares Drama.

Es nicken die dicken Fichten im dichten Fichtendickicht. Im dichten Fichtendickicht nicken die dicken Fichten.

Unter dichtem Fichtendickicht picken dicke Finken tüchtig. Dicke Finken picken tüchtig unter dichtem Fichtendickicht.

Nachts im dichten Fichtendickicht nicken dichte Fichten tüchtig.

In einem dichten Fichtendickicht nicken dicke Fichten tüchtig.

Hinter dichtem Fichtendickicht, picken dicke Finken tüchtig.

01.11.2011

World Vegan Day

"Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist."
Jean Anthelme Brillat-Savarin

"Gerechter Gott! Aus wieviel Marterstunden der Tiere lötet der Mensch eine einzige Festminute für seine Zunge zusammen!"
Jean Paul

"Weise Männer ernähren sich von Luft, Morgentau und Tofu"
Aus China

"Du bist, was du isst."
Werbespruch, Wasa

"Wer die Welt verändern will, der kann auch bei sich selbst und seinem täglichen Essen anfangen: Übermäßiger Fleischkonsum macht nicht nur fett und krank, sondern ist auch mitverantwortlich für Massentierhaltung, Treibhauseffekt und Umweltzerstörung."
Thomas Osterkorn


"Ich mag das englische Frühstück nicht. Ich habe immer das Gefühl, eine Art Verbrechen vor mir auf dem Teller zu haben."
Chrissie Hynde

Heute ist Weltvegantag.

25.10.2011

Mauerpark 2010 – Ein kleiner Rückblick

„ Der Mauerpark ist eine typische Berliner Sehenswürdigkeit: Hier gibt es weder eine Mauer noch einen Park“- Vladimir Kaminer

 Auf Berlins jüngstem Flohmarkt hat sich in den Jahren was getan. Als Neueinsteiger gefeiert ist der Mauerpark zum jungen alten Hasen verkommen.

Früher war alles besser

Konnte man damals beim Flanieren für kleines Geld viel erstehen, ähnelt es heute einem Besuch beim schwedischen Kleidungsausstatter. Mit drei Artikeln hat man die sechzig Euro Marke geknackt. Der Wandel der Zeit hat nicht nur den Flohmarkt, sondern auch sein Publikum geprägt.

Die drei Flohmarktbesucher

Drei Charaktere haben sich hierbei herausgebildet:

1.) Der Tourist

Wer weiß, wann er wieder zur Steppvisite in der Hauptstadt verweilt. „Scheiß auf den Preis!“, denkt er sich. Er ahnt nicht, dass nicht jede Großstadt teuer ist. Des Weiteren braucht er ein Andenken und wenn er dies hier kauft, hat es wirklich NIEMAND.

2.) Der Sparfuchs aus der Volksbank – und Raiffeisenbank Werbung, der gelegentlich auch zum kleinen Preis in der Spee Werbung auftritt

Er hat ein wenig Geld gespart und ist gewillt es auszugeben. Für ihn gilt: „ Wenigstens einmal muss ich mir hier was kaufen.“

3.) Der Frustesser

Er kommt häufig und gerne mit, obwohl doch Sonntag ist. Einiges Gerümpel sagt ihm auch zu, schließlich reiht er sich wieder in die Gulaschschlange ein. Alle Emotionen und Begleiterscheinungen, die der Kaufrausch mit sich bringt, können dennoch nicht aufkommen. Die Vernunft hat den Schleier des „ganz schnell wieder Vergessens“ über alle erstehenswerte Dinge ausgebreitet. Was soll´s eigentlich ist er nur zum Essen da.

Sie alle versammeln sich hier jeden Sonntag, trotzen jedem Wetter in jeder Jahreszeit.

Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, doch wie so oft im Leben ist es die eine Gemeinsamkeit die sie immer wieder packt und treibt.

Es ist die Klarheit.

Darüber, dass das einzig Wahre nicht das einzig Wahre wäre, wenn es nicht seinen Preis hätte. Und hierbei geht es nicht um den Krempel.

Man spricht von dem imaginären Preis, den es dein Gemüt kostet sonntags aufzustehen, dich anzuziehen und das Haus zu verlassen. Hat man sich aufgerafft und das nötige zusammengekratzt geht´s los.

Ein atemberaubender Spaziergang durch Bilderwelten, die entstehen wenn man mit dem Produkt in Kontakt kommt. Seltsame Gestalten, Menschen gesehen bei Facehunter.

Geschichte trifft Wirklichkeit. Sie laufen, wie eine Diashow vor deinem Auge ab. Besser kann man eine Produktbindung nicht erzeugen. Bewunderung gilt jenen, die dahinter stehen. Im Nachhinein hat man gerne bezahlt für Möbel die man nicht haben wollte, Essen auf das man nur Lust nicht Appetit hatte, Klamotten, die schon durch 100 Hände gingen, die sicherlich 50 Omis gehörten. Eben einfach für einen schönen Tag.

Und ein paar nette Dinge haben wir auch für wenig Geld bekommen.




Mauerparkimpressionen